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Neue Häuser. Alte Verfahren.
Lerne Åre Timmerhus kennen.

Snickers Workwear - Schweiz

Die Winter in Åre und in ganz Schweden sind lang und kalt. Dennoch arbeiten Isak Stålenhag und seine Kollegen von Åre Timmerhus beim Bau von Blockhäusern ganzjährig im Freien. Dies ist natürlich nur mit der richtigen Kleidung möglich.

Das Arbeiten mit Holz brachte Isak Stålenhag zum Beruf des Schreiners. Schon als Lehrling einer großen Baufirma in Stockholm wurde ihm bewusst, dass er kaum mit Holz in Kontakt kam. 

– Wir haben praktisch nur mit Beton, Stahl und Gips gearbeitet. Nur die Sockelleisten und Türrahmen waren aus Holz, erinnert er sich.

Hausbau für Jahrhunderte

Er überdachte seine Möglichkeiten und wandte sich der traditionellen Schreine-rei zu, verließ die Großstadt und ließ sich in der Kunst des Blockhausbaus ausbilden. Seit 2004 hat er seine eigene Firma Åre Timmerhus, die sich ausschließlich mit dem Handwerk der traditionellen Holzschreinerei befasst. 

– Wir bauen und renovieren mit Verfahren, die es in Schweden schon seit dem 13. Jahrhundert gibt“, erklärt Isak Stålenhag. Viele der von ihm renovierten Häuser stammen aus dem 19. Jahrhundert, manche sind aber auch älter und wurden bereits im 18. Jahrhundert gebaut. 

– Egal, welches Land man weltweit besucht, die alten Bauverfahren wurden über lange Zeiträume ständig verbessert und an die jeweilige geographische Lage und das dortige Klima angepasst.

Bau neuer häuser mit alten verfahren

Während unseres Gesprächs versuchen Isak Stålenhag und seine Kollegen, ein neues Haus mit insgesamt 180 Quadratmetern aufzurichten. Der Kunde hat das neue Haus speziell in Bio-Ausführung bestellt, ohne Chemikalien und aus erstklassigen Materialien. 

– Wir bauen so, wie Häuser vor hundert Jahren gebaut wurden. Alle Wände sind aus Holz mit einer Holzverkleidung auf der Außenseite. Die Isolierung besteht aus Schaumglas, einer Art recy-celtes Glas, das so ähnlich aussieht wie Betonblöcke. Davon abgesehen verwenden wir nur Holz, Stein und Ton“, erklärt Isak Stålenhag.

Das Haus wird gebaut und dann zerlegt

Der Aufbau eines Blockhauses vor Ort auf der Baustelle dauert drei Tage. Vorher finden lange Vorbereitungen im Gebäude statt. Die sorgfältig ausgewählten Stämme von langsam wachsenden Kiefern werden auf zwei Seiten glatt gesägt. Jeder Stamm wird passend für eine spezielle Stelle vorbereitet und sorgfältig mit einer Zahl gekennzeichnet. Stamm für Stamm wird das Haus im Inneren einer großen Scheune aufgebaut.

Sobald es fertig ist, wird es zerlegt und Stück für Stück auf einen LKW verladen und zur Baustelle transportiert.

– Sobald die Wände stehen und das Dach verlegt wurde, ist das Haus mehr oder weniger fertig. Das Gewicht des Daches drückt die Stämme zusammen und sorgt für dichte, feste Wände, die tatsächliche keine zusätzliche Isolierung benötigen.

WAS GUT FÜR DIE UMWELT IST, IST AUCH GUT FÜR DIE WIRTSCHAFT

Umweltfreundlichkeit ist gut für den Geldbeutel

Beim Holzbau entstehen Häuser, die stabil und steif sind. Sie leiden wahrscheinlich weniger unter Setzungen und Bodenfrostschäden als mit moderner Technik gebaute Häuser. Die grundsätzlichen Kosten beim Bau eines traditionellen Blockhauses sind etwas höher, aber die zu erwartende Haltbarkeit des Gebäudes ist wesentlich länger. 

– Wir sind der Ansicht, dass wir etwas Besonderes machen. Die Häuser werden ohne Kunststoffe gebaut, sie atmen und bleiben gesund. Langfristig sind wir davon überzeugt, dass sie gut für die Umwelt sind, und das wiederum ist auch gut für den Geldbeutel, meint Isak Stålenhag.

Blockhäuser im Überblick

Ein Blockhaus wird aus bis zu 20 cm starken Stämmen gebaut. Die Stämme werden aufeinander gelegt und in jeder Ecke wie zopfähnliche Knoten verfugt. Damit die Wände gerade bleiben und sich nicht verbiegen können, werden die Stämme mit Dübelstangen fixiert.

Ein traditionelles Dach mit Tonziegeln ruht schwer auf den Stämmen und sorgt für kompakte und winddichte Wände. In Schweden werden Blockhäuser außen traditionell mit Holzbrettern verkleidet und rot gestrichen.

Blockhäuser werden ohne Nägel und Schrauben ge-baut. Man braucht lediglich eine Axt, eine Säge und einen Meißel – aber natürlich bringen moderne Elektrowerkzeuge viel Zeitersparnis. Besonders die breite Axt ist ein wichtiges Werkzeug, wenn die Stämme gekürzt und die Knoten der Hausecken in Form gebracht werden müssen.

Anspruchsvolle Bedingungen

Wenn es so kalt ist, dass die Tempera-tur häufig unter -30 Grad Celsius fällt, müssen die Häuser gut gebaut und die Kleidungsstücke für die Handwerker besonders geeignet sein.

– Normale Wintertage sind nicht so schlimm. Sie sind trocken und angene-hm. Aber wenn die Temperatur unter -30 Grad sinkt, stehen wir vor Problemen. Bei wirklicher Kälte wird der Stahl in unseren Werkzeugen zerbrechlich. Wenn ich mit Axt an einem steinhar-ten Knoten arbeite, könnte die Kante abbrechen. Brecheisen und Schraubenschlüssel könnten auch brechen, meint Isak Stålenhag.

"Bei extremer  Kälte können sogar Äxte brechen."

Hände und Füße sind nur schwer warm zu halten 

Ein weiteres Problem bei richtig niedrigen Temperaturen sind die Hände. Da empfiehlt es sich, einen dünnen Innenhandschuh in den normalen Arbeitshandschuhen zu tragen. Stålenhag behauptet, damit bei zehn Grad kälteren Temperaturen noch arbeiten zu können. 

– Aber wenn man -30 Grad aushalten will, müssen Fäustlinge getragen werden und damit kann man nur unbe-holfen arbeiten. Das Ausziehen eines leicht feuchten Handschuhs bei Kälte ist schwierig. Stålenhag bringt jeden Tag 3-4 Handschuhpaare mit, damit er immer zu einem trockenen Paar wechseln kann.

– Dieselbe Regel gilt auch für die Füße. Ich trage dünnere Wollsocken di-rekt auf der Haut und darüber dickere Socken, die ich in jeder Pause austau-sche.“ Sicherheitsschuhe mit Stahlkap-pen sind problematisch, weil der Stahl den Schuh kühlt und die Zehen zum Frieren bringt.

Die Kunst der richtigen Kleidung

Um sich warm zu halten, trägt Stålenhag seine Kleidung in Schichten. 

– Direkt auf der Haut trage ich eine Basisschicht aus Wolle. Auch wenn es richtig kalt ist, schwitzt man viel. Wolle ist etwas Besonderes bei der Ableitung von Feuchtigkeit, aber sie wärmt auch dann, wenn die Kleidung leicht feucht ist. Über der Basisschicht trägt er eine normale Arbeitshose. Am Oberkörper zieht er eine wärmende Mittelschicht über dem Hemd der Basisschicht an. Manchmal trägt er darüber eine gepol-sterte Weste und ganz außen eine Shell-Jacke. 

– Ich habe viel Wärme in mir. Nur wenn es regnet, trage ich eine weitere Schicht über der Hose. Aber Jacken trage ich gern. Es ist wichtig, dass die Shell-Jacke Platz für die darunter liegende Kleidung bietet. Außerdem ist ein hoher Kragen wichtig für den Schutz des Halses. Wenn möglich, wähle ich für die Basisschicht einen Schildkrötenkragen.

"Wolle ist teurer, aber ich würde nie etwas anderes tragen."

Nichts geht über echte Wolle

Im Verlauf der Jahre hat Stålenhag gelernt, dass Wolle in einer Klasse für sich steht, sowohl bei der Wärme, als auch beim Feuchtigkeitstransport und beim Wohlbefinden. 

– Wolle ist teurer, aber ich würde nie etwas Anderes tragen. Der große Vorteil besteht darin, dass sie frisch bleibt, nicht stinkt und nicht so häufig gewaschen werden muss“, erklärt Stålenhag. 

Meet Åre Timmerhus

  • Name: Isak Stålenhag
    Alter: 38
    Wohnort: Offerdal, Jämtland (Schweden)
    Beruf: Gründer und Besitzer von Åre Timmerhus

  • Name: Olle Nyberg
    Alter: 36
    Wohnort: Valne, Jämtland (Schweden)
    Beruf: Blockhausbauer

  • Name: Robert Lindberg
    Alter: 51
    Wohnort: Krokom, Jämtland (Schweden)
    Beruf: Blockhausbauer

  • Name: Linus Persson
    Alter: 27
    Wohnort: Offerdal, Jämtland (Schweden)
    Beruf: Geschäftsführer und Blockhausbauer

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