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Ein Tischler mit Sinn für Qualität

Snickers Workwear - Schweiz

Der Tischler Arnulf Wibler wählt gern Aufträge, bei denen Erfahrung und hohe Präzision gefragt sind. Besonders stolz ist er auf seine Zinkungen – mit dieser traditionellen Technik entstehen robuste Möbel mit sehr festen Verbindungen.

Im Kellergeschoss eines Einfamilienhauses im äussersten Westen Stockholms hat Arnulf Wibler seine Tischlerei eingerichtet. Als Snickers Workwear ihn besucht, fräst er gerade Zinkungen in massives Eichenholz für den Anbau eines Weinkühlschranks. Man merkt gleich: Das macht er nicht das erste Mal. Die Technik des Zinkens erlernte Arnulf bereits bei seiner Tischlerausbildung in Deutschland vor 17 Jahren. Gearbeitet wurde damals mit Fuchsschwanz, Reissnadel und Beitel..

„Das Zinken ist eine uralte Handwerkstechnik, bei der Holzteile mit Zinken und Zapfen besonders fest und zuverlässig miteinander verbunden werden. Allerdings ist sie auch sehr aufwendig. Jeder einzelne Zapfen und Zinken ist genau zu berechnen und mit Anschlagwinkel und Schmiege anzureissen. Jedes Teil muss mit hoher Präzision eingesägt und aus- bzw. abgestochen werden. Dabei kommt es auf Bruchteile von Millimetern an.“'

Das ist echte Handwerksarbeit! Aber heute verwenden Sie Maschinen. Ist das dann immer noch dasselbe?

„Mit einer Handoberfräse und einer Zinkenschablone erhalte ich die gleichen feinen Zinken in nur wenigen Minuten. Aber so einfach, wie es vielleicht aussieht, ist es nicht. Auch hier ist echte Präzision gefragt. Die Antwort lautet also: Ja!”

Worin liegen die Herausforderungen?

“„Erst einmal muss man mit der Zinkenschablone umzugehen lernen. Ausserdem erfordert jeder Auftrag eine genaue vorherige Planung. Jedes Holzstück muss zunächst präzise angerissen werden. Sonst geht schnell etwas schief. Ehe man sich‘s versieht, hat man ein an beiden Enden zu fräsendes Brett mit der falschen Seite nach oben gewendet.“

Wie sieht der Arbeitsablauf aus?

„Zunächst einmal wird eine Stahlschablone befestigt. Diese legt die Form der Zapfen und Zinken fest. Dann wird das Werkstück mit einem zusätzlichen Holzstück als Anschlag befestigt, um ein Ausreissen und Winkelschnitte zu verhindern. Als nächstes wird ein geeigneter Fräser an der Handoberfräse angebracht und die Fräse langsam und vorsichtig an der Schablone entlang geführt.“

Worauf ist zu achten?

„Dass die Werkstücke sicher befestigt sind. Handoberfräsen sind nämlich enorm leistungsstarke Geräte. Angesichts der hohen Schnittgeschwindigkeit ist es auch wichtig, für die Handoberfräse hochwertige Fräser zu verwenden.”

Was für Arten von Zinkungen gibt es??

„Es gibt verschiedene Varianten. Gängige Beispiele sind die Schwalbenschwanzzinkung, in offener, halbverdeckter und verdeckter Ausführung, sowie die Fingerzinkung".

Hier liegen ein paar Eichenstücke im Abfall. Warum?

„Weil die gefräste Form einen Millimeter abweicht. Sie muss aber perfekt sein.“

Haben Sie es schon immer so genau genommen?

„Immer. Das Qualitätsbewusstsein habe ich von meinem Vater. Er hat drei Meisterbriefe. Man kann sich also vorstellen, wie bei uns am Esstisch über Dinge wie Qualität und Berufsethos gesprochen wurde.“

Aber nimmt der Kunde überhaupt einen Unterschied wahr?

„Wahrscheinlich eher selten. Für mich ist es aber wichtig, gegenüber meinen Kunden stolz und zufrieden auftreten zu können. Auch wenn das für mich zusätzliche Arbeit bedeutet.“

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